| |
Lappland > Nationalparks
Abisko
ist der von allen Nationalparks
am leichtesten zugängliche und zugleich der von Seiten der Pflanzenwelt
her gesehen am interessanteste. Durch seinen teilweise sehr kalkhaltigen
Boden wachsen hier eine Unzahl von verschiedenen Pflanzenarten.
Der Park ist mit dem Zug oder dem Auto von Kiruna aus zu erreichen
(Straße nach Narvik). An der Abisko-Turiststation biegt man links
ab und fährt unter der Eisenbahnstrecke hindurch - Vorsicht mit dem
Wohnmobil, denn die Brücke hat nur eine geringe Höhe. Der Start des
Kungsleden ist an der rechten Seite des Parkplatzes und besteht aus
einem urigen Holzdurchgang, in dem Broschüren über den Abisko-Nationalpark
ausliegen. Von hier aus lohnt sich eine Mehrtagestour nach Nikkaluokta
über den Kebnekaise
Zeitbedarf: ca. 6 - 7 Tage
oder über die Vakkotavare-Stuga, nachVietas am Akkajaure
Zeitbedarf: ca. 8 Tage.
Kürzere Touren - auch ohne Gepäck - sind möglich. Zum Beispiel zu
den Abiskojaure-Stugorna oder ins Karsavagge
Zeitbedarf: ca. 2 Tage
wo es ebenfalls eine tolle Hütte gibt. Falls man dort übernachten
möchte darf man den Schlafsack und Essen nicht vergessen, da es dort
keinen Proviant zu kaufen gibt. Eine meiner Lieblingstouren führt
über den Njulla durch ein fantastisches Hochfjelltal zur Karsavaggestugan
und zurück über das gut begehbare Karsavagge. Für diese Tour sollte
man 6 - 9 Tage - je nach Tempo und Kondition veranschlagen. Insgesamt
ist der Abisko-Nationalpark der ideale Platz für Touren mit Kindern,
da man in einer fantastischen Natur unterwegs ist, aber in Notfällen
(Krankheit, Verletzungen, Wetter) immer schnell zurück in die „Zivilisation“
kann.
 |
|
Abiskojakka
|
Muddus
liegt zwischen Jokkmokk und Gällivare und ist über eine
manchmal unmenschliche Strecke vom Kraftwerk am Luleälv aus erreichbar (Schild auf der
linken Seite nach der Talsperre). Er weißt eine typische Moorlandschaft und
ausgedehnte Kiefern-Urwälder auf. Sehenswert sind vor allem der Muddusfall und die
ausgetrocknete Schlucht Moskoskarsa. Außerdem lohnt sich ein Besuch des Vogelturmes,
der im Frühsommer hervorragende Vogelbeobachtungen erlaubt - entsprechende
Ausrüstung vorrausgesetzt. Der Park ist mit zwei sehr gemütlichen Hütten
ausgestattet und besitzt außerdem Lagerplätze und Brunnen - somit ist bequemes
Wandern gewährleistet. Einziger Nachteil ist vielleicht die entsetzliche
Moskitoplage, die im Juni / Juli tobt ...
kurzer Rundweg: ca. 25 Km
großer Rundweg: ca. 43 km
!!! Vorsicht
!!! Im zentralen Teil des Nationalparks besteht im Sommer aus
Vogelschutzgründen ein Betretverbot. Bitte bleiben sie auf den Wegen
und laufen sie nicht quer durch den Park - dies ist auch aufgrund
der vielen Moore nicht besonders empfehlenswert - Moorleichen sollen
keine Seltenheit sein ...
 |
|
Zentral-Muddus
|
Padjelanta
bedeutet auf deutsch "Land dort Oben". Der Nationalpark
ist eine von den Samen als Sommerweide genutzte Fjällhochebene - eine
sehr rauhe und wilde Gegend. Trotz der recht häufigen Niederschläge
ist er zum Wandern sehr gut geeignet. Ein guter Tipp ist zum Beispiel
der Padjelantaleden, ein wunderschöner und landschaftlich sehr
abwechslungsreicher Wanderweg mit Hütten in regelmässigen Abständen.
Ein Zelt ist allerdings zu empfehlen, da die Abstände der Hütten oft
recht groß sind.
Gesamtstrecke: 150 km
Wegbeschreibung
 |
|
Land dort Oben
|
Sarek
ist eine fantastische
Hochgebirgsregion, die in den Tälern von undurchdringlichem Dschungel aus
Weiden und Birken durchzogen ist. Auch wenn es einige „Möchtegern-
Expeditonler“ nicht gerne hören - der Sarek ist kein Spielplatz für
abenteuergeile Typen, die dort ihren Müll zurücklassen und zu Hause prahlen,
was sie für übermenschliche Leistungen vollbracht haben.
Tatsache ist, dass der Sarek zwar eine schwer zugängliche Wildnis ist, aber es
für Leute mit guter Kondition und Bergerfahrung kein Problem sein sollte diesen
Nationalpark mit seiner atemberaubenden Natur zu begehen.
Wichtigste Voraussetzung ist eine hervorragende Ausrüstung, die wir immer von
der Firma Larca-Sport in
Schorndorf beziehen, die sich durch außerordentliche Kompetenz, Erfahrung,
Freundlichkeit, ein großes Sortiment und kundenfreundliche Preise auszeichnet.
Da im Sarek an ca. 280 Tagen im Jahr schlechtes Wetter ist, sind zusätzlich zur
Ausrüstung unbedingt Fausthandschuhe und Wanderstöcke notwendig. Außerdem
sollte man auf keinen Fall zu wenig Ersatzkleidung dabeihaben.
Tourenmöglichkeiten im Sarek
Ausgangspunkt ist idealerweise
Aktse am Rapadalen. Um Zeit zu sparen empfiehlt es sich mit dem Wasserflugzeug
dorthin zu reisen, da ansonsten noch ein zusätzlicher Anmarsch von mindestens
2 Tagen einzuplanen ist.
Die zweite Möglichkeit ist vom Kutjaure aus zu starten, wohin man entweder
von Vietas aus fliegen oder ab den Akka- Stugorna wandern kann - siehe Wegbeschreibung
Padjelanta.
Die klassische Sarekdurchquerung ist zugleich eine der schönsten - von den
Akka- Hütten - oder vom vorher erwähnten Kutjaure - zur Kisuris Hütte.
Diese liegt direkt am Grenzpunkt zwischen Stora-Sjöfallet-Nationalpark,
Padjelanta und Sarek. Auf dem Weg zum Niak auf der linken Seite des Flusses
bleiben, da der Weg dort leichter zu gehen ist. Jedoch muss kurz vor dem Niak
der Snjuftjutisjakka überquert werden. Dann durchs Routesvagge Richtung
Skarja - das Herz des Sarek. Da das Tal unterhalb des Laddepakte von einem
undurchdringlichen Dschungel bewachsen ist, empfiehlt es sich den Pass über
den Laddepakte zu wählen und so nach kurzem, aber steilem Anstieg - mit Übernachtung
am traumhaft gelegenen Hochgebirgssee - und längerem Abstieg ins
sagenumwobene Rapadalen zu gelangen. Durch dichten Birkendschungel geht die
Tour dann bis zum Nammatj, von wo aus im Sommer ein regelmäßiger
Bootsverkehr (Familie Länta) nach Aktse stattfindet.
Wer noch genügend Kondition besitzt, kann noch den Nammatj und am nächsten
Tag von Aktse aus den Skierfe besteigen. Von Beiden hat man eine fantastische
Aussicht auf das Delta des Papaälven. Von Aktse gibt es die Möglichkeit nach
Saltoluokta (Vietas) oder nach Kvikkjokk weiterzuwandern oder mit dem
Wasserflugzeug an vorgenannte Orte zu fliegen.
... weitere mögliche und schöne
Trips
Von Aktse durch das nach Westen
führende Sarvesvagge bis zur Nationalparkgrenze und anschließend
zur Tarreluopal-Stuga. Von dort geht es weiter über die bei Padjelanta
beschriebene Strecke.
Diese Tour ist auch als Rundtour ab oder bis Kvikkjokk machenbar.
Ab Skarja kann man auch ins Kuopervagge Richtung Laddajakka-Stugan
am Vastenjaure und anschließend nach Südwesten nach Staloluokta
wandern. Diese Strecke beinhaltet eine sehr schwierige und gefährliche
Furt und ist deshalb nicht zu empfehlen.
Ebenfalls ab Skarja kann man auch ins Pastavagge weitergehen und
von dort zu den Sitojaure-Hütten gelangen - auch diese Tour ist
nicht ganz einfach und führt durch die einsamsten Regionen des
Sarek - die empfohlene Karte ist die BD 10, Nya Fjällkartan,
die im Liberkartor Verlag erschienen ist.
 |
|
Alkavagge
|
Stora-Sjöfallet
ist unserer Meinung nach für kurze
Wanderungen recht ansprechend, aber durch die vielen Kraftwerksanlagen
leider nicht mehr das, was wir als unberührte Natur und Wildnis verstehen.
Deshalb wird nicht näher auf diesen Nationalpark eingegangen.
 |
|
Akkajaure Anfang Juni
|
Fortsetzung folgt in Kürze ...
|
|